Starthelfer/Elternbegleiter

Deutschland ist seit über 100 Jahren Einwanderungsland. Unsere heutige Gesellschaft ist mithin geprägt durch unterschiedliche Lebensstile und vielfältige ethno-kulturelle Identitäten. Integration ist deshalb auch zu einem wichtigen Kern- und Querschnittsthema geworden.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert bereits seit vielen Jahren aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds Integrations- und Migrationsmaßnahmen in Deutschland und damit Projekte, die dazu beitragen, dass das Zusammenleben in der von Vielfalt geprägten Gesellschaft in Deutschland gelingen kann.

So auch das Projekt „Eltern begleiten – Kindern helfen“, das im Jahre 2014 in einer Projektpartnerschaft von den Vereinen Leben im Alter (L-i-A) e.V., Jugendhilfe und soziale Integration (jusina) e.V., Freizeitanlage Aa-See sowie der EWIBO GmbH durchgeführt wurde. Ziel war die Erhöhung des Anteils Drittstaatenangehöriger mit Schul- und Berufsabschluss sowie die Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssituation durch eine kontinuierliche Teilhabe am Bildungssystem.

Nachhaltigkeit

Umgesetzt wurde dies mit Hilfe von 35 speziell auf diese Aufgabe ausgebildeten ehrenamtlichen Elternbegleitern. Zwischenzeitlich hat sich der Bedarf auf unterschiedlichen Ebenen ausgeweitet mit der Folge, dass auch der ursprüngliche Projektname geändert wurde.

Seit dem 01.04.2015 heißt das Projekt nunmehr Bocholter Starthelfer/Elternbegleiter.

Aufgabe der Elternbegleiter ist u.a., die Eltern bei der Kindergarten-/Schulwahl ihrer Kinder, bei der Kommunikation mit Trägern und Erziehungs- sowie Lehrpersonal der Bildungseinrichtungen, bei der Integration der Kinder in Auffangklassen an Bocholter Schulen etc. zu unterstützen. Außerdem sind sie auch bei der an den individuellen Bedürfnissen orientierten Integration von Erwachsenen und Kindern tätig.

Die Starthelfer unterstützen dahingegen vornehmlich beim Erlernen der deutschen Kultur und bei der Bewältigung von Aufgaben des täglichen Lebens. Zum Motto „Das Leben lernen in Bocholt“ zählen z.B. Anwendung der deutschen Sprache einschließlich Übersetzungen, Begleitung bei Behördengängen, zum Arzt etc., unterschiedlichste Unterstützungsleistungen im neuen Lebensfeld, die Organisation von Hilfe zur Selbsthilfe.