Spazierpaten

Auch im Quartier Feldmark/Bocholt-West sollte nach Meinung der Akteure und Bewohnerinnen und Bewohner ein wichtiges Angebot - zum einen für gesellschaftliche Teilhabe und zum anderen auch für die Gesundheitsförderung -  auf keinen Fall fehlen: Spazierpaten, die mit Seniorinnen und Senioren spazieren gehen.

Dabei kam man überein, dass auch ehrenamtliches Engagement barrierefrei sein sollte. Mithin wurde beschlossen, die Spazierpaten aus den Reihen der Menschen mit Behinderungen zu suchen, die von der Lebenshilfe Bocholt-Rhede-Isselburg begleitet werden. Lebenshilfe, Azurit-Seniorenzentrum und L-i-A wissen aus Erfahrung, dass Menschen mit Behinderungen ein großes Interesse daran haben, sich freiwillig zu engagieren. Zum einen, um eine sinnvolle Aufgabe zu übernehmen, zum anderen aber auch, um der Gesellschaft etwas für die Unterstützung, die sie erhalten, zurückzugeben.

Erfolgreiche Schulung

Die ersten fünf Menschen mit einer Behinderung konnten Ende des Jahres 2016 bereits zu Spazierpaten geschult werden. Im Rahmen von 10 Stunden an drei Unterrichtstagen erfuhren die Spazierpaten von L-i-A und Azurit-Seniorenzentrum Bocholt unter anderem, was im Umgang mit Menschen mit Demenz zu beachten ist, wie man einen Rollator bedient, richtig einstellt und mit diesem auch im Gelände sicher unterwegs ist.

Zahlreiche Spaziergänge mit Bewohnern des Azurit- Seniorenzentrums fanden bereits statt. Sowohl Spazierpaten als auch Seniorinnen und Senioren waren jeweils mit großem Eifer und Spaß bei der Sache. Dies nicht nur, weil die Bewegung an der frischen Luft erquickt, der Gesundheit dient und man etwas vorhatte. Vielmehr auch, weil die Erfahrung auf beiden Seiten eine ganz neue war, die gesundheitlichen Einschränkungen verbanden, Gesprächsstoff lieferten oder einfach nur das Wissen präsent war, dass da jemand ist, mit dem man künftig immer mal wieder für eine gewisse Zeit gemeinsam durchs Leben gehen kann.

Bei Fragen zur / Interesse an einer Spazierpatenschulung gibt Jens Bollwerk gerne Auskunft.